Museums in Iceland
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Arni Magnusson Institut
Arnagardur
V/Sudurgata
IS-101 Reykjavik
Island

Tel. +354 525 4010
Fax + 354 525 4035

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The Arni Magnusson Institute Iceland
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Stofnun Árna Magnússonar / Das Árni Magnússon Institut

Das Árni Magnússon Institut ist ein Teil der Universität Island und mit der Aufbewahrung, Erforschung und Edition der isländischen Handschriften betraut. Diese Handschriften hatte Island zwischen 1971 und 1997 von Dänemark zurückerhalten, wo sie drei Jahrhunderte lang in dänischen Museen aufbewahrt worden waren. Die Rückkehr dieses literarischen Schatzes bedeutete dem isländischen Volk sehr viel. Im Jahr 1971 trat ein dänisches Gesetz in Kraft, nach dem noch im selben Jahr der Codex Regius der Lieder-Edda und die große Sammelhandschrift Flateyjarbók an Island zurückgegeben wurden. In den folgenden Jahren bis 1997 kehrten dann insgesamt an die 2000 Handschriften zurück. Der Wunsch der Isländer, die Manuskripte zurückzuerhalten, wie auch die Erfüllung dieses Wunsches bezeugt sowohl die Großzügigkeit des dänischen Volkes wie auch den Respekt der Isländer für ihr kulturelles Erbe. Die meisten der Handschriften, die der Isländer Árni Magnússon (1663–1730) zusammengetragen und nach seinem Tod der Universität Kopenhagen vermacht hatte, sind nun wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Die restlichen in Dänemark verbliebenen Handschriften befinden sich heute in der arnamagnæanischen Sammlung in Kopenhagen.
Die Mitarbeiter im Árni Magnússon Institut konzentrieren sich auf die Erforschung der mittelalterlichen isländischen Sprache und Kultur. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei auf der Edition mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften. Darüber hinaus sammelt das Institut isländische Volkssagen und –lieder und besitzt neben seinen Handschriften auch Tonaufnahmen im Umfang von etwa zweitausend Stunden.
Das Institut betrachtet seine Sammlungen als Zeugnisse eines lebendigen kulturellen Erbes. Es ist bestrebt, Wissenschaftlern und auch Künstlern eine Grundlage für eine anhaltende und fruchtbare Auseinandersetzung zu bieten und damit zur Kultur Islands und der ganzen Welt beizutragen. Volkskundliche wie auch literarische Ausstellungen und Veröffentlichungen erhöhen den Bekanntheitsgrad des Instituts und seiner Aktivitäten und machen seine kulturellen Schätze einem größeren Publikum zugänglich.

Die Handschriftenausstellung in dem Kulturhaus ist täglich von 11-17 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld ISK 300. Mittwochs Eintritt frei.
Das Kulturhaus
Hverfisgata 15,
101 Reykjavík
www.thjodmenning.is 

Die Handschriften-Ausstellung
Sie umfasst etliche der bedeutendsten Handschriften des Árni Magnússon Instituts. Unter anderen zeigt sie den Codex Regius der Lieder-Edda mit seinen zahlreichen Liedern und Erzählungen von vorchristlichen Göttern und germanischen Helden; dann die Flateyjarbók, die umfangreichste und besterhaltene isländische Handschrift, die reichhaltige Informationen über die Geschichte Skandinaviens wie auch über die Entdeckung und Besiedelung der nordatlantischen Inseln enthält. Weitere Ausstellungsstücke sind die Snorra Edda, die Gesetzessammlung Grágás, die Möðruvallabók mit einer Sammlung mittelalterlicher isländischer Sagas und die Stjórn, die eine kommentierte Übersetzung des Alten Testaments enthält. Darüber hinaus bezeugen bedeutende Papierhandschriften die kontinuierliche Weitergabe dieses literarischen Erbes an die Nachwelt.
Der erste Ausstellungsraum thematisiert die kulturelle und historische Bedeutung, die die mittelalterlichen isländischen Pergamenthandschriften und die in ihnen überlieferten Texte bis in die heutige Zeit haben. Die isländischen Lieder und Sagas zählen zu den wichtigsten und umfangreichsten Zeugnissen über die nordgermanische Religion vor der Einführung des Christentums. Während des Mittelalters waren sie eine Quelle des Wissens und der Unterhaltung, sei es am Königshof oder am häuslichen Herd. Die von der Kirche eingeführte Kunst des Schreibens ermöglichte es, althergebrachtes Wissen und neuere Gelehrsamkeit gleichermaßen systematisch aufzuzeichnen.
Es wurden Berichte niedergeschrieben über die Besiedlung und die Verteilung und Vererbung des Landes in bestimmten Familien und zwischen einzelnen Personen. Man zeichnete die Gesetze auf, und Erzählungen, die sich stets wandelnd mündlich von Generation zu Generation weitergegeben worden waren, bildeten die Grundlage für die klassischen Werke der mittelalterlichen isländischen Literatur. Dieses kulturelle Erbe beeinflusste nicht nur die Literatur in ganz Skandinavien, sondern auch in Deutschland und den englischsprachigen Ländern.
In einem speziellen Ausstellungsraum gewinnt der Besucher einen Einblick in die Welt der mittelalterlichen Buchproduktion. Es werden Materialien und Werkzeuge gezeigt wie auch Beispiele für Manuskripte vom späten zwölften bis in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.

Norske kongesagaer
Krigere. Et forbogstav i begyndelsen af kong Sverrirs saga i Flateyjarbók. Skrevet i Island ca. 1387.

Middelalderlige manuskripter fra Island

The Sacrifice of Abraham
From the Bible translation Stjórn, mid-14th century.

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