| Lage und Bevölkerung. Alytus,
größte Stadt in der Landschaft Dzukija (Süd-Litauen) gilt zurecht als deren
kulturelles, wirtschaftliches und administratives Zentrum und wird oft als Hauptstadt der
Dzukija bezeichnet. Mit einer Einwohnerzahl von 77.302 ist sie die sechstgrößte
litauische Stadt. Alytus ist reich an Wäldern und wird von einem 16 km langen Abschnitt
des Flusses Nemunas (Memel) umgeben und in zwei Teile geteilt. Industrie. Alytus ist mit 27 Industriebetrieben eines der wichtigsten industriellen Zentren in Litauen. Hauptwirtschaftszweige sind Holzverarbeitung, Bauindustrie, chemische Industrie, Textilindustrie (Baumwolle), Bekleidungsindustrie, Weinherstellung, Fleischverarbeitung und Molkereiwirtschaft. Der Tourismus entwickelt sich in Südlitauen rasch. Mehrere Firmen bieten allgemeine touristische Dienstleistungen an. Im Aero-Club können Besucher Ausflüge im Flugzeug und Segelflugzeug unternehmen, auch Flug- bzw. Segelflugunterricht wird angeboten. An den Seen Obelija und Didziulis kann man Ferienhäuser mieten. Flüge im Heißluftballon, Kanufahrten und Angeln werden in dem Dorf Nemunaitis angeboten. Auch Ferien auf dem Bauernhof werden immer beliebter. Geschichte. Die erste überlieferte Erwähnung des Ortes Alytus stammt aus dem Jahre 1377 (Chronik von Vygandas Marburgietis), auch wenn das Gebiet bereits am Anfang unseres Zeitalters besiedelt war. Man nimmt an, daß sich der Name Alytus von der Lage der Stadt am Zusammenfluß der Quelle Alytis mit der Memel herleitet. Im 14. Jahrhundert stand eine von den deutschen Chronisten "Aliten" genannte hölzerne Burg auf dem Festungshügel an diesem Zusammenfluß. 1581 wurde Alytus das Magdeburger Stadtrecht und das Stadtwappen verliehen - "rosa alba in campo rubio" (weiße Rose auf rotem Feld). Im 17. Jahrhundert zog die Polnisch-Litauische Union mehrfach gegen Rußland und Schweden zu Felde. Alytus verlor dabei fast alle seine Einwohner. Kaum hatte sich die Stadt erholt, als sie nach der dritten Teilung der Polnisch-Litauischen Union (1795) zweigeteilt wurde. Die Memel wurde zum Grenzfluß zwischen Preußen und Rußland. Nach dem Sieg über Napoleon besetzte Rußland Alytus, und bis 1863 stand die Stadt unter wechselnden Verwaltungen. Während des ersten Weltkrieges vereinigten die Deutschen Alytus. 1931 wurde Alytus eine der größten Städte in Litauen, und 1932 erlangte sie den Status eines Kurortes. In den Jahren 1940-41 verübten die sowjetischen Besatzer Verhaftungen, Deportationen und Erschießungen; 1945-49 waren wiederum Jahre der sowjetischen Unterdrückung. Alytus gehörte dem Partisanenbezirk Dainava an. Unter kommunistischer Herrschaft wurde Alytus ein Zentrum des Landes. Aufgrund des raschen Wirtschaftswachstums wuchs auch seine Einwohnerzahl beträchtlich an. 1977 erhielt Alytus das Stadtrecht. Seit der Wiederherstellung der litauischen Unabhängigkeit 1990 ist in Alytus eine Zeit der Veränderungen angebrochen. Alytus City |
![]() Alytus ist die sechstgrößte litauische Stadt.
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