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Englisch Die Kultur Daß Litauen als solches überhaupt überlebte, sei nur der Kultur zu verdanken, so wird nicht ohne Berechtigung behauptet. Ein im Mittelalter starker, später aber geschwächter Staat konnte im 20. Jahrhundert unter demselben Namen nur deswegen auferstehen, weil die Titularnation -- das litauische Volk -- ihre nationale Identität, d.h. Kultur, Sprache, Literatur, Kunst, Traditionen, bewahrt hat. Aus dieser Identität entsprangen auch alle neuen Schaffensformen, die Moderne des 20. Jahrhunderts und die Postmoderne angenommen haben. Die Volkskultur und auf ihr aufbauende Kunst erlebten in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen eine besondere Verbreitung und besonderes Erstarken. Während der sowjetischen Besatzung war die Kultur Ausdruck des geistigen Widerstandes. Dank der Kultur konnten die Litauer ihre nationale Identität erhalten. Die Volkskultur wurde einfallsreich und aufopferungsvoll gepflegt und die professionelle Kunst geschaffen, indem man nicht selten sowjetische Kulturbehörden nur als Aushängeschilder benutzte. Die neue Wiedergeburtsbewegung ab 1988, konnte unter anderem deswegen so erfolgreich sein, weil sie eine massive Unterstützung durch alle künstlerischen Kräfte genoß. Im Mai 1990, wenige Monate nach der Wiederherstellung der staatlichen Eigenständigkeit, trat in Vilnius der größte kulturpolitische Kongress in der Geschichte des Landes zusammen. Mehrere Tausend Delegierte berieten den Ist-Zustand der litauischen Kultur und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die litauische Kultur als Produkt allerhöchster Qualität repräsentieren in der Welt viele Künstler, darunter der Maler Stasys Eidringevicius, der Bildhauer Vytautas Kasuba, die Sängerin Muza Rubackyte, die Schauspielerin Ingeborga Dapkunaite und andere. |
![]() Ein Bauernhof im Freiluftmuseum Rumsiskes. © A. Varanka.
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