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Kernkraftwerk Ignalina

LT-4761
Visaginas
Litauen

Tel. 370 66 31131 & 28350
Fax 370 66 29350


Das staatliche Unternehmen Kernkraftwerk Ignalina ist nun dem Wirtschaftsministerium unterstellt. Es ist das größte Staatsunternehmen des Landes und hat verschiedene Probleme zu bewältigen, darunter hohe Verbraucherschulden und der Bau von Lagereinrichtungen für die Brennelemente. Der Zukunft des Kraftwerks sollte im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes große Aufmerksamkeit gewidmet werden, da davon die Entwicklung des gesamten litauischen Energiesektors abhängt. Mit den Reaktoren, die in Betrieb sind, sollten Gelder für die Stillegung und den Bau neuer und sicherer, wirtschaftlicher Einheiten erwirtschaftet werden. Solange keine anderen modernen Technologien zur Stromerzeugung verfügbar sind, scheint die Kernenergie im nächsten Jahrhundert eine Zukunft zu haben.

Das erste Kooperationsprogramm zur Unterstützung bei den Verbesserungen der Sicherheit des Kernkraftwerks wurde mit Schweden entwickelt und hat den Direktor des Schwedischen Internationalen Projekts für Nukleare Sicherheit (SIP), Jan H. Nistad, zum Vorsitzenden. Das erste Projekt in diesem Kooperationsprogramm war BARSELINA, eine Wahrscheinlichkeitsanalyse der Sicherheit im Kernkraftwerk Ignalina. Bis heute wird das Kraftwerk im Rahmen dieses Programms erheblich unterstützt, so zum Beispiel bei den Verbesserungen aller Feuerschutzsysteme, der Kommunikationssysteme, des Objektschutzes und in vielen anderen Bereichen.

Als die Notwendigkeit für Verbesserungen der Sicherheit bei Ignalina erkannt wurde und andere Länder Gelder dafür bereitstellten, arbeiteten Fachleute des Kraftwerks mit Vertretern von VATESI und SKI (aus Schweden, später zu SIP umorganisiert) gemeinsam ein kurzfristiges Sicherheitsprogramm aus, das aus dem von der EBRD verwalteten Budget für nukleare Sicherheit finanziert wurde. Achtzehn sicherheitsbezogene Projekte wurden ausgewählt und kostspielige, zuverlässige Ausrüstung wurde angeschafft und installiert. Um z.B. die Überwachung der Anlage im Primärkreislauf zu verbessern, wird während der Wartungsarbeiten eine spezielle Diagnoseausrüstung verwendet. Die GEC Ahlstrom hat ein neuartiges Automatiksystem hergestellt -einen kleinen Roboter, der die Innenoberflächen in den Trommelscheidern untersucht. Außerdem wurde eine Spezialausrüstung für die Ultraschalluntersuchung der Brennelementkanäle der Anlage angeschafft.

Ein umfassender Simulator in Übereinstimmung mit westlichem Standard ist im Kraftwerk im Bau. Es handelt sich um ein rechnergestütztes mathematisches Modell des Kraftwerks mit einer 1:1-Nachbildung des zentralen Kontrollraums. Dieses Projekt wird von der STN Atlas Elektronik, Deutschland, in Zusammenarbeit mit litauischen Fachleuten durchgeführt. Die italienische Firma SEA SpA liefert moderne Geräte für die Überwachung der Radioaktivität in dem in die Umwelt abgelassenen Abwassern und Abgasen. Die französische Firma SEBIM hat moderne Ventile für den Primärkreislauf geliefert. Verbesserungen werden auch im Bereich des Brandschutzes vorgenommen: Die schwedische Firma Vattenfall hat ein neues Feueralarmsystem und feuerfeste Türen installiert. Von der Firma SWT Brandschutz, Deutschland, hergestellte feuerfeste Spezialfarbe wurde für den Deckenanstrich im Reaktor und den Turbinenräumen verwendet. Dies sind nur einige der Sicherheitsverbesserungen im Kernkraftwerk Ignalina.

Die kurzfristig dringlichste Aufgabe ist der Bau eines Lagers für verbrauchte Brennelemente. Das Kraftwerk hat bereits zehn CASTOR-Behälter der deutschen Firma GNB erhalten, aber der Bau des Lagers wurde noch nicht in Auftrag gegeben.

In allen Ländern, die Kernreaktoren betreiben, werden große Bemühungen auf die Durchsetzung von Sicherheitsbestimmungen in allen Bereichen der nuklearen Infrastruktur gerichtet. Diese Entwicklungen sind auch im Kraftwerk Ignalina sichtbar: Es gibt ein Programm mit Strategien für den Bereich Sicherheit und Qualitätssicherung, und es wurde ein Sicherheitsausschuß eingerichtet, in dem die besten Fachleute des Kraftwerks Ignalina und des Litauischen Energieinstituts sitzen.

Der Betrieb des Kraftwerks nach dem Jahr 2000 unterliegt dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde VATESI. Weitere, sehr wichtige Kriterien sind die Empfehlungen von SAR und der internationalen Missionen der IAEA (ASSET und OSART), die Erstellung der erforderlichen Dokumentation und die Durchführung eines intensiven organisatorischen Arbeitsprogramms.

Wir müssen uns darüber hinaus um die Ausbildung neuer Mitarbeiter kümmern, die eine neue Generation von Kernkraftwerken auf der Basis unserer Erfahrungen leiten werden.

Ignalina Nuclear Power Plant
LT-4761
Visaginas
Litauen

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Generaldirektor Viktor Sevaldin.


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