English Die Litauische Eisenbahn Mindaugo str. 12/14 |
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| Die ersten Eisenbahnstrecken Litauens wurden im Jahr 1857 gebaut, und der erste Zug erreichte Vilnius am 4. September 1860. Zu dieser Zeit war Litauen noch Teil des Russischen Reiches. Bis 1990 gehörte die Litauische Eisenbahn zu den baltischen Eisenbahnen der UdSSR. Am 1. Januar 1992 wurde sie zu einem litauischen Staatsbetrieb umstrukturiert.
Das Unternehmen wurde am 1. Juni 1992 Mitglied der OSJD und am 9. Juni 1992 Mitglied der UIC. Die Länge des gesamten Schienennetzes beträgt 2001 km, davon haben 1811 km eine Spurweite von 1520 mm, und 21,8 km entsprechen dem europäischem Standard. 1435 Streckenkilometer sind zweigleisig ausgebaut und 122 km sind elektrifiziert. Die Dichte des Eisenbahnnetzes in Litauen liegt bei 3,1 km Gleis pro 100 km2 und 5,4 km Gleis pro 10.000 Einwohnern. Fracht wird auf sieben Rangierbahnhöfen abgefertigt, davon verfügen drei über Rangierberge. Fracht kann an 97 Bahnhöfen angeliefert werden, Fahrkarten werden an 157 Bahnhöfen verkauft. Die Litauische Eisenbahn verfügt über 2 Lokomotivdepots, 1 Triebwagendepot und 3 Wagenmeistereien. Ihr Fahrzeugpark besteht aus 234 Reisezug- und Güterzuglokomotiven sowie 104 Verschiebeloks, 56 Diesel- und 14 Elektrozüge sowie 336 Reisezugwagen und 13.138 Güterwagen. Die Litauische Eisenbahn beschäftigt 17.844 Angestellte. Güter werden von der Litauischen Eisenbahn über die Fähre Klaipeda-Mukran und den Hafen von Klaipeda in verschiedenen offenen und geschlossenen Waggons, Tankwagen, Containerwagen, Kühlwagen usw. transportiert. Den Umlade-Güterbahnhof in Sestokai gibt es seit 1993. Gegenwärtig können hier 27 Wagen gleichzeitig entladen werden. Einrichtungen zum überdachten Be- und Entladen von Güterwagen sind vorhanden. Von Sestokai aus werden Güter nach Polen, Österreich, Italien, Deutschland und in die Tschechische Republik versandt. Güter von Westeuropa werden in die GUS-Staaten und die baltischen und skandinavischen Staaten versandt. Vilnius ist nicht nur mit den größten Städten der Republik sondern auch mit vielen Städten der Welt verbunden. |
![]() Bahnhof in Vilnius.
Auf der 1994 in Kreta abgehaltenen Konferenz der Verkehrsminister der europäischen Länder wurde festgelegt, daß die Interessen Litauens bei der Entwicklung von internationalen Verkehrsverbindungen in Ost- und Mitteleuropa berücksichtigt werden sollten. Der erste Korridor dieser Art (Nord-Süd) soll Helsinki und Warschau über Tallinn, Riga und Kaunas verbinden. Der neunte Korridor, der Plovdiv und Helsinki über seine Zweigstrecke IXB (von Kiew nach Minsk) verbindet, erreicht Vilnius, Kaunas und Klaipeda. Die Zweigstrecke IXD soll Klaipeda und Kaliningrad verbinden und durch Kaunas führen. |
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