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English Das Ministerium für Landesverteidigung Totoriu str. 25/3 LT-2001 Vilnius Litauen Tel. + 370 2 615 258 Fax + 370 2 226 082 |
| Nachdem Litauen seine
Unabhängigkeit wiederhergestellt hatte, ergab sich ein starkes Bedürfnis nach
Entwicklung der Fähigkeit zur Landesverteidigung, um das Staatsgebiet und die Grenzen des
Landes kontrollieren zu können und den geordneten und pünktlichen Abzug der russischen
Truppen sicherzustellen. Um diese Aufgaben zu erfüllen, rief die Regierung am 25. April
1990 die Abteilung für Landesverteidigung mit Audrius Butkevicius als Leitendem Direktor
ins Leben. Am 25. Oktober 1991 wurde die Abteilung umgebildet, um das Ministerium für
Landesverteidigung zu bilden. Während des Zeitraums von 1991-1997 hatten drei Minister
dieses Amt inne: Audrius Butkevicius (1991-93), Linas Linkevicius (1993-96) und Ceslovas
Stankevicius (seit Dezember 1996). Die demokratische Kontrolle der Streitkräfte ist eines der grundlegenden Verfassungsprinzipien bei der Wehrverfassung Litauens. Der Präsident, die Regierung, der Verteidigungsminister und der Oberbefehlshaber der Streitkräfte sind gegenüber dem Parlament für die Führung und den Befehl über die Streitkräfte verantwortlich. Das Parlament beschließt darüber hinaus den Verteidigungshaushalt. Die Verteidigungspolitik und Verteidigungsausgaben unterliegen keinerlei Geheimhaltung. Die Streitkräfte Litauens bestehen aus dem Heer, der Luftwaffe, der Marine und dem Freiwilligen Nationalen Verteidigungsdienst (VNDS, Voluntary National Defence Service) mit einer Gesamtzahl von etwa 8000 Vollzeit-Angehörigen. Das Heer besteht aus einer motorisierten Infanteriebrigade mit sechs Bataillonen, einem Jäger-Bataillon, einem Technischen Bataillon und einem Kommandanten-Bataillon. Die gesamte Mannschaftsstärke beträgt 4000. Die Luftwaffe besteht aus 32 Transport- und einem Übungsflugzeug sowie 8 Hubschraubern, einem Luftraumüberwachungszentrum sowie aus Luftraumüberwachungskompanien, die auf drei Luftstützpunkten stationiert sind. Ihre Mannschaftsstärke beträgt zur Zeit 650. Die Marine besteht aus einer Flottille mit zwei Fregatten und fünf kleineren Schiffen, einer Seeüberwachungskompanie und einem Bataillon zur Küstenverteidigung. Die Mannschaftsstärke der Marine beträgt etwa 800. Der Freiwillige Nationale Verteidigungsdienst ist in zehn landkreisbezogenen Territorialverteidigungseinheiten organisiert und zählt 1900 Mitglieder im aktiven Dienst und 9000 Freiwillige. Die russischen Truppen zogen im August 1993 vom litauischen Gebiet ab, ein Jahr früher als aus Deutschland, Estland und Lettland. Im Januar 1994 erklärte Litauen offiziell seinen Entschluß, die Mitgliedschaft in der NATO anzustreben. Um dies umzusetzen, strukturiert Litauen seine Streitkräfte nach den in den westlichen demokratischen Ländern geltenden Prinzipien, nimmt aktiv an der Partnerschaft für den Frieden und deren Planungs- und Überprüfungsprozeß teil und beteiligt sich nacheinander mit eigenen Einheiten an den UNPROFOR-, IFOR- und SFOR-Missionen im früheren Jugoslawien. Das Ministerium für Landesverteidigung nimmt an multinationalen Kooperationsprojekten teil, wie z. B. an einem baltischen friedenserhaltendem Bataillon, dem baltischen Marinegeschwader und einem baltischen regionalen Luftraumüberwachungsnetz. An jedem dieser Projekte sind verschiedene NATO- und Partner-Staaten beteiligt. Das Ministerium für Landesverteidigung hat außerdem mit Arbeiten zur Aufstellung von litauisch-polnischen friedenserhaltenden Truppen begonnen. Litauen strebt die Fortentwicklung seiner Streitkräfte an und handelt dabei nach demokratischen Prinzipien in enger Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Litauen ist fest entschlossen, auf sein Fernziel, die Erlangung der vollen NATO-Mitgliedschaft, hinzuarbeiten und mit Hilfe einer friedlichen Politik und aktiver Beteiligung an internationalen Friedensbemühungen zur Sicherheit und Stabilität in Europa und der Welt beizutragen. |
![]() Ceslovas Stankevicius, Minister für Landesverteidigung. |
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