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Das Nationale Olympische Komitee

T. Vrublevskio str. 6
LT-2600 Vilnius
Lithuania

Tel. + 370 2 618 636
      + 370 2 616 530
Fax + 370 2 220 490
      + 370 2 224 936

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Geschichtlicher Hintergrund
Das Nationale Olympische Komitee Litauens (NOCL) wurde am 25. Mai 1924 gegründet und am selben Tage vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt. Es wurde am 11. Dezember 1988 wiedergegründet und seine Vollmacht wurde am 18. September 1991 bestätigt.

Als erster Präsident des wiedergegründeten NOC wurde 1992 Arturas Poviliunas gewählt, der dieses Amt heute noch innehat. Er ist auch Mitglied des Exekutivkomitees der Europäischen Olympischen Komitees (EOC). Der jetzige Generalsekretär heißt Petras Statuta.

Litauische Athleten nahmen erstmalig an den Olympischen Spielen am 25. Mai 1924 in Paris teil; es folgten Amsterdam und St. Moritz 1928. Für die Olympischen Spiele 1940 in Helsinki hatte sich eine nationale Mannschaft vorbereitet, der Ausbruch des Krieges verhinderte jedoch die Teilnahme Litauens. Die olympischen Aktivitäten Litauens ruhten während der russischen Besatzung und der Annexion. Die litauischen Athleten konnten lediglich als Mitglieder der sowjetischen Mannschaft an den Olympischen Spielen teilnehmen.

1989 vereinbarten die NOCs von Litauen, Lettland und Estland die Gründung der Olympischen Vereinigung der Baltischen Staaten; diese hat während der letzten politischen Ereignissen in den baltischen Ländern mit Erfolg agiert.

Das litauische NOC, das kürzlich das fünfte Jubiläum der Wiederaufnahme seiner Aktivitäten beging, ist Mitglied der Europäischen Olympischen Komitees sowie der Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees.

Aufbau und Organisation
Das NOC besteht aus:

  • je zwei Vertretern derjenigen nationalen Verbände, die solchen internationalen Verbänden angegliedert sind, deren Sportarten im Programm der Olympischen Spiele vertreten sind;
  • je einem Vertreter derjenigen nationalen Verbände, die solchen vom IOC anerkannten internationalen Verbänden angegliedert sind, deren Sportarten nicht im Programm der Olympischen Spiele vertreten sind;
  • Olympiasiegern der nationalen Verbände, die mit offizieller Genehmigung bei ausländischen Verbänden aktiv sind, wie zum Beispiel in Australien (Jurgis Jonavicius), in den USA (Valdas Adamkus), in Italien (Robertas Zulpa), Spanien (Xavier Vinals i Capdepon) und Israel (Solomon Stolar).

Das NOC ist eine zentralisierte Organisation mit autorisierten Vertretern in verschiedenen Städten und Bezirken.Finanzierung
Das litauische NOC verfügt über folgende Einnahmequellen:

Olifeja, ein in Dezember 1992 gegründetes und dem NOC unterstelltes Unternehmen, ist für die Verwaltung der Sportlotterien zuständig. Die computerunterstützte On-line-Lotterie Perlas und die Sofortlotterie Olimpas haben durch die geglückte Art ihrer Durchführung landesweit große Beliebtheit erlangt.

Olifeja ist Mitglied der Aelle (Europäische Lotto- und Lotterievereinigung).

Direktor von Olifeja ist Antanas Muraska, er wird von Donatas Kazlauskas unterstützt.

Weitere Einnahmequellen sind:

  • ein nationales Sponsoren- und Patenschafts- programm;
  • Zuschüsse des IOC (Olympische Solidarität);
  • das internationale TOP-Programm;
  • ein staatlicher Zuschuß ausschließlich für die Olympische Spiele.

Der Olympische Fonds vergibt Stipendien an die Mitglieder der Olympischen Mannschaft und ist für die Finanzierung aller Sportveranstaltungen des NOC zuständig. Er finanziert die Aktivitäten ehemaliger olympischer Sportler und deckt die Veröffentlichungskosten.


Mr Arturas Poviliunas, President.

    Die Litauische Olympische Akademie
    Die Akademie wurde am 27. Oktober 1989 in Kaunas eingerichtet. Sie vereint Theorie und Praxis und befaßt sich mit wissenschaftlicher Forschung sowie mit der Veröffentlichung von Publikationen zum Training der Athleten auf wissenschaftlicher Grundlage.

    Das Nationale Olympische Museum
    Das Museum wurde am 2. August 1991 in Kaunas gegründet.

    Die erfolgreichsten olympischen Athleten Litauens
    Algirdas Socikas -- zweifacher europäischer Boxchampion; er wurde mit dem internationalen Fair Play-Preis ausgezeichnet.

    Danas Pozniakas -- Goldmedaille im Boxkampf bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko und Europameister 1969.

    Modestas Paulaskas -- Bronzemedaille im Basketball bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko und Basketballchampion bei den Olympischen Spielen 1972 in München.

    Angele Rupsiene -- Basketballchampion bei den Olympischen Spielen von 1976 in Montreal und von 1980 in Moskau.

    Romas Ubartas -- Vizechampion bei den Olympischen Spielen in Seoul und Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona im Diskuswerfen.

    Arvydas Sabonis -- Basketballchampion bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und Bronzemedaille in Basketball bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta.

    Sarunas Marciulionis -- Basketballchampion bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und Bronzemedaille in Basketball bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta.

    Schönheit, Kraft und edle Natur des menschlichen Körpers drücken sich in der Plastik "Der Bogenschütze" des berühmten litauischen Bildhauers Stasys Kuzma aus. Diese Plastik steht im Olympischen Museum von Lausanne, Schweiz, sie wurde im Geist des olympischen Ideals beim Internationalen Jahr des Sports übergeben.


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