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EIN NEUES EUROPÄISCHES LAND

Das neue mitteleuropäische Land Slowenien liegt auf der Sonnenseite der Alpen zwischen der Adria und der Pannonischen Tiefebene. Mit 20.551 qkm hat es etwa die Größe des US-Staates Massachusetts bzw. ist es halb so groß wie die Schweiz. Die Slowenen stimmten in einem am 23. Dezember 1991 durchgeführten Volksentscheid mit großer Mehrheit (95 %) für die Unabhängigkeit Sloweniens, und der Wille des lowenischen Volkes wurde mit der Ausrufung der unabhängigen und souveränen Republik Slowenien am 25. Juni 1991 erfüllt. Nach einem zehntägigen Konflikt mit der jugoslawischen Armee und einem sechsmonatigen Moratorium über die Einführung von Unabhängigkeitsmaßnahmen erlangte Slowenien am 15. Januar 1992 internationale Anerkennung. Im Mai des selben Jahres wurde Slowenien Mitglied der Vereinten Nationen.

Nachdem sie das Gebiet zwischen Adria, Ostalpen, Donau und Plattensee besiedelt hatten, verloren die Slowenen im Mittelalter aufgrund der Germanisierung im Norden und der ungarischen Kolonisation der Pannonischen Tiefebene zwei Drittel ihres Volksgebietes. So verlagerte sich das Zentrum des slowenischen Staates, das einst auf dem Zollfeld (Gosposvetsko polje)in Kärnten war, nach und nach bis zum Becken von Ljubljana. Der englische Schriftsteller Edward Lovel bemerkte einst: “Das wahrhaft Erstaunlichste an den Slowenen ist, daß sie nach so vielen Jahrhunderten unter Fremdherrschaft immer noch als Nation existieren.” Allein im 20. Jahrhundert waren die Slowenen an acht verschiedene Länder angeschlossen und erlebten neun Regime. Heute gibt es etwas mehr als zwei Millionen Slowenen, von denen die meisten im unabhängigen Slowenien und etwa ein Zehntel in Nachbarländern leben.

Slowenien liegt an zwei der wichtigsten Verkehrsverbindungen Europas. Die historische Route von Wien nach Triest, vom kontinentalen Europa zum Mittelmeer, führt durch die historisch bedeutsame Pforte von Ljubljana, den niedrigsten Paß (609 Meter) zwischen dem Rhône- und Vardartal. Diese wichtige Straßenverbindung ist ein Abschnitt der geplanten paneuropäischen Straße von Barcelona nach Kiew. Die antike Handelsstraße von Belgrad nach Ljubljana entlang der Sava wurde nach Westen durch den Karawankentunnel weitergeführt und bietet die kürzeste Straßen- und Bahnverbindung von Westeuropa nach Südosteuropa und in den Nahen Osten.

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Die Landschaft Gorenjska

Slowenien ist zwar relativ klein, aber sehr abwechslungsreich und steht größeren Ländern in nichts nach. Alle mitteleuropäischen Kulturen sind hier erblüht, und die Besiedlung war nur an wenigen Orten wegen der Steilhänge nicht möglich. Slowenien ist eines der bewaldetsten Länder Europas (53 % der Gesamtfläche). Die Wälder boten einst Schutz, Feuerholz und Nahrung und sind heute nicht nur für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts, sondern auch als wichtige Quelle für Rohmaterial für die holzverarbeitende Industrie von großer Bedeutung. In der Region Kocevje können Naturforscher einen Urwald mit riesigen Bäumen erforschen, während Jäger hier Rotwild, Wildschweine, Wölfe, Luchse und Bären aufspüren können.

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Krainer Primel (Primula carniolica)

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Schnellstrabe zur Adria

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Smarje-Sap bei Ljubljana

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Furstenstein in Karnten

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Der Ljubljaner Flughafen

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Grenzubergang vor dem Karawankentunnel

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