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DIE ALPEN


Sind die Alpen der attraktivste Teil Europas, so ist die Alpenwelt der malerischste Teil Sloweniens. Der Touristen-Slogan “Das Land auf der Sonnenseite der Alpen” ist vom meteorologischen Standpunkt ein gültiges Aushängeschild für Slowenien, da der östlichste Teil der Alpen als erster die Morgensonne erblickt. In einem seiner Gedichte schrieb der größte slowenische Dichter France Preþeren, daß die Schönheit der Provinz Krain in nichts der Vision vom Paradies nachstehe.

Zu Sloweniens Alpenwelt gehören die hohen Berge der Julischen Alpen (Triglav, 2.864 m), die Kamniker-Savinjer Alpen (Grintovec, 2.558 m) und der Karawankenkamm (Stol, 2.236 m). Der Berg Triglav, der höchste Berg Sloweniens, ist ein Symbol der slowenischen Identität und die Silhouette seiner drei Gipfel ist im Staatswappen abgebildet. Die Alpenwelt besteht hauptsächlich aus Kalkstein und Dolomitgestein; sie zeichnet sich durch schroffe Felsgipfel und scharfe konische Formen aus. Gletscher hinterließen ihre Spuren auf den im Schatten der Nordseite gelegenen Steilhängen und Felsvorsprüngen. Aufgrund der starken Löslichkeit des Kalksteins gibt es auf den riesigen Karstplateus im Hochgebirge keine Flüsse, und es entstanden kleine Karstreliefformen, tiefe Dolinen, unterirdische Höhlen und kraftvolle Karstquellen am Fuß der Berge. Der Schnee bleibt in den Dolinen bis weit in den Frühling hinein liegen und ist wegen der kargen Landschaft von weither zu sehen. Die tiefen Bergtäler mit ihrem weißgrauen Kalksteinkies und hellgrünen Bergflüssen hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Die kahlen Gipfel sind von dichtem Wald umsäumt; einzelne Bäume und viele endemische Alpenpflanzen wachsen auch oberhalb der Baumgrenze (1.600 bis 1.900 m). Wirtschaftliche Grundlage dieser Region ist die Verwertung der Holzbestände und die Almwirtschaft; auch der Tourismus spielt eine wichtige Rolle. Alle Gipfel können auf markierten Bergwanderwegen bestiegen werden, und die zahlreichen Berghütten bieten den Wanderern und Bergsteigern Unterschlupf.

Die Julischen Alpen sind die höchste Alpenkette und bilden die größte Wasserscheide Sloweniens. Fast der gesamte slowenische Teil dieser Gebirgskette gehört zum Triglav-Nationalpark (84.805 Hektar), der ein einzigartiges Natur- und Kulturerbe einschließt und schützt. Der Berg Triglav, der höchste Gipfel, liegt fast im geographischen Zentrum des Parks; von hier aus breiten sich die wunderschönen Täler Planica, Vrata, Kot und Krma fächerförmig nach Norden und die Täler Koritnica und Trenta nach Süden aus. Die pittoreske, drei Kilometer lange und 1.000 Meter hohe Nordwand des Triglav, die zweithöchste Wand in den Alpen, besteht aus dicken Kalksteinschichten. Direkt unterhalb des Gipfels auf einer steilen Geröllhalde liegt der Triglav-Gletscher (2400 x 2560 m). Der Gletscher ist in den letzten Jahrzehnten schnell zurückgegangen, und 1955 wurde an seinem Rand eine Eisscheide entdeckt, an der das Eis 280 Meter in die Tiefe reicht. Kraftvolle Bergströme fließen nach Norden in die Flüsse Sava Dolinka und Sava Bohinjka, die in der Nähe von Radovljica zusammenfließen, und nach Süden in die SoËa. Das Zentrum des Parks ist mit dem Tal der Triglav-Seen mit seinen sieben Gletscherseen sehr reizvoll, und am Fuß des Berges Krn (2.244 m) liegt der Karstsee Krn.

Im Kaninski podi Gebiet bildeten sich an den Ausläufern der Berge Kanin (2.587 m) und Velika vrata (1.941 m) interessante Karstreliefs; im Karst des Bergs Prþivec (1.761 m) ist ein größeres System an Abgründen entstanden und die Polje Malo am Fuß des Triglav ist das einzige Hochgebirgskarstpolje in Slowenien mit einem versickernden Fluß. Die großen (40 x 80 m) und kleinen tektonischen Fenster auf dem Prisojnik sind weitere interessante Naturerscheinungen. In den Siedlungen Gorjuþe, Koprivnik, Studor, Stare Fuæine und Zgornja Radovna ist die alpine volkstümliche Architektur noch erhalten. Am Rande der Julischen Alpen entstanden die Touristenzentren Bled und Bohinj an den Ufern der gleichnamigen Seen; Kranjska Gora entwickelte sich zu einem Wintersportzentrum und Planica wurde zu einem Austragungsort von internationalen Skispring- und Skiflugwettbewerben.

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Skisprungschanzen in Planica

Die Kamniker-Savinja-Alpen sind die zweitgrößte alpine Bergkette in Slowenien. Mit 2.558 Metern ist ihr höchster Gipfel, der Berg Grintovec, der dreizehnthöchste Berg in Slowenien. Diese Gebirgskette ist steil, und die engen, von Gletschern eingeschnittenen Flußtäler Logarska dolina, Robanov kot und Matkov kot haben steile Seitenwände und flache Talsohlen. 1993 wurde die Tiefe einer Schlucht auf dem Hochplateau von Dleskovtka planota-Veza mit 1.135 Metern gemessen, und sie gehört damit zu den tiefsten Schluchten der Welt. Am Südhang des Berges Raduha (2.062 m) bei Planina Arta (1.600 m) wurde die Gletscherhöhle Snezna jama für Touristen geöffnet. Eine indirekte Folge der Eiszeit ist der pittoreske 90 Meter hohe Rinka-Wasserfall. Sein Wasser verschwindet unterhalb des Wasserfalls und taucht mitten im Logarska-Tal als Quelle der Savinja wieder auf. Die Kamniker-Savinja-Alpen sind reich bewaldet; die Baumgrenze verläuft in 1.500 bis 1.650 Metern Höhe. Holzwirtschaft und Milchwirtschaft auf den Bergalmen sind die Hauptwirtschaftszweige der Region, und der Tourismus spielt auch hier eine wichtige Rolle. Vom Logarska-Tal führen Wanderwege auf die höchsten Gipfel, und es gibt einen Sessellift zum Skizentrum auf dem Golte-Hochplateau.

Die Karawanken sind der niedrigste Teil der slowenischen Alpenwelt. Dieser Gebirgskamm bildet die Grenze zwischen Slowenien und Österreich und erstreckt sich über eine Länge von 100 Kilometern vom Gail-Tal im Westen zum Mislinja-Tal im Osten.

Die Länge dieses Gebirgszugs hat schon immer ein größeres Verkehrshindernis dargestellt, und diese natürliche Grenze trug sehr dazu bei, daß die Kärntner Slowenen sich 1920 entschieden, außerhalb ihres Heimatlandes zu leben. Die Karawanken sind nur dünn besiedelt, und die vereinzelten Bauernhöfe liegen teilweise sehr hoch. Das Gehöft Bukovnik am Fuß des Berges Olþeva ist beispielsweise mit 1.327 m das höchstgelegene bewohnte Gehöft Sloweniens. Der Wissenschaftler Srecko Brodar fand 1928 an diesem Berg Spuren von Eiszeitmenschen. Die uralten Bergpässe von Koren (1.073 m), Jezerski vrh (1.218 m) und Ljubelj (1.369 m) führen quer durch die Karawanken. Unter dem Ljubelj-Pass verläuft auf 1.058 Metern Höhe ein Straßentunnel. Parallel zu dem 1906 gebauten Eisenbahntunnel wurde der 7.864 Meter lange Straßentunnel zwischen Jesenice und Rosenbach 1991 fertiggestellt und ist jetzt die Hauptverkehrsstraße zwischen Slowenien und Westeuropa.

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Der Logarska-Tal

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Der Purzelbaum (kozolec) in der Nahe des Bohinj-Sees

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Der See von Bled

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Die Kamniker-Savinja-Alpen

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Der Berg Triglav, mit 2.864 Metern der höchste Gipfel Sloweniens

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Canon am Fluss Soca

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Einzigartige Sennhutten auf Velika Planina

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Bauernhof in Koroska

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Das Trenta-Tal

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Die Zelenci-Sumpfe, Quelle der Sava Dolinka

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