English MARIBOR Mestna obcina Maribor |
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Maribor entstand in einem 270 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Gebiet an der Drava am Übergang vom schmalen Drava-Tal zu den Maribor- und Drava-Ebenen. Die Stadt liegt am Schnittpunkt von fünf natürlichen geographischen Regionen: den Hügeln der Slovenske gorice, dem Gebirgszug Kozjak, dem Drava-Tal, dem Pohorje-Gebirge und der Drava-Ebene. Sie ist günstig an der Kreuzung der Straßen- und Bahnverbindungen von Wien nach Triest und Zagreb und durch das Drava-Tal nach Lendava, Ptuj und Klagenfurt gelegen. Die Stadt Maribor hat 133.000 Einwohner. Geschichte In der späten Bronzezeit, der späten Eisenzeit und in der römischen Zeit entstanden in der Gegend um Maribor kleine Siedlungen. Durch dieses Gebiet führten zwei Römerstraßen von Celeia (Celje) und Poetovio (Ptuj) nach Flavio Solva (Lipnica) und Kärnten. Maribor wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich unter dem Namen der Burg Marchpurch erwähnt (der slowenische Name “Maribor” kam 1836 auf), 1182 wurde es als Zentrum einer Propstei und 1189 als Sitz einer Pfarrgemeinde erwähnt. Schon vor 1254, als die Stadtmauern errichtet wurden, um einen kompletten Stadtorganismus zu bilden, und die ersten Straßen innerhalb der Stadtmauern entstanden, hatte Maribor die Stadtrechte erhalten. Die große jüdische Gemeinde trug dazu bei, daß Maribor zu einem Handels- und Finanzzentrum wurde, und die Vertreibung der Juden 1497 war ein schwerer Schlag für die Wirtschaftskraft der Stadt. Die Stadt wurde mehrmals durch Feuersbrünste und türkische Überfälle verwüstet und von Pestepidemien heimgesucht. Im 18. Jahrhundert wurde die Straße von Wien nach Triest ausgebaut, und das höhere Verkehrsaufkommen hatte entscheidenden Einfluß auf die Stadt als Handels- und Industriestandort. Die 1846 fertiggestellte Bahnstrecke aus Wien ermöglichte den Ausbau der Beziehungen mit der Ostalpenregion. In dieser Zeit wurde die mittelalterliche Stadtmauer abgerissen, wodurch die Vororte enger mit dem Stadtzentrum verbunden wurden. Österreichische Industrielle tätigten die ersten größeren Investitionen, und in der Stadt entstanden zahlreiche wichtige Gebäude und Institutionen. Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt spiegelte sich in ihrem gesellschaftlichen und politischen Leben wider, das sich anfangs noch auf die Salons der Bourgeoisie beschränkte. Nachdem der Sitz der Lavantinischen Diözese nach Maribor verlegt worden war, spaltete sich die slowenische Mittelschicht in ein progressives und ein konservatives Lager. Nach und nach nahm auch die Arbeiterklasse am gesellschaftlichen Leben teil. 1866 gründete die slowenische Gemeinde Maribors eine Literatur-Gesellschaft, die die erste Zeitung in slowenischer Sprache herausgab und später Studien der slowenischen Geschichte, Ethnographie, Naturwissenschaft und Pädagogik initiierte. Mit dem Herannahen des Ersten Weltkriegs nahm bei den Slowenen das Nationalgefühl stetig zu und führte zu Aktivitäten, die die nationale Identität der Slowenen bewahren sollten. Diese Bemühungen erreichten 1918-1919 ihren Höhepunkt, als der General Rudolf Maister das slowenische Territorium nördlich von Maribor okkupierte und die heutige Grenze zu Österreich festlegte. Bildung und Kultur 1224 entstand in der Stadt eine Konfessionsschule, 1758 eine weiterführende Schule, 1795 die erste Druckerei und 1852 ein Theater. 1859 verlegte Bischof Anton Martin Slomsek den Sitz der Lavantinischen Diözese aus St. Andrä in Kärnten nach Maribor, was der Stadt eine führende Stellung im slowenischen Teil der Steiermark sicherte. Mit Einführung der theologischen Studien erhielt Maribor seine erste Fachhochschule, 1869 kam eine Fachhochschule für eine vierjährige Lehrerausbildung, 1871 eine weiterführende Schule und später eine Schule für Obst- und Weinbau hinzu. Heute hat Maribor 25 Grund- und 18 weiterführende Schulen. Die Universität von Maribor wurde 1975 gegründet; sie hat mehrere Fakultäten, Institute und eine moderne, gut ausgestattete Bibliothek. Wirtschaft Die Stadt erlebte im 19. Jahrhundert eine entscheidende Entwicklung; der größte Aufschwung für Maribors Wirtschaft kam mit dem Bau der Eisenbahn von Wien nach Triest durch Maribor. Zuvor kleine Werkstätten vergrößerten sich zu Fabriken, und es entstanden Lederfabriken, Brauereien, dampfbetriebene Mühlen, eine Steinfabrik, eine Fleischverpackungsfirma, eine Schleifsteinfabrik, eine Seifenfabrik (Vorgängerin der heutigen Henkel-Zlatorog-Fabrik) und viele andere Vorläufer moderner Industriebetriebe und Institutionen. Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden größere Industrieunternehmen gegründet, an denen sich mehrere Kapitalgesellschaften beteiligten. Da die Industriegiganten hauptsächlich Deutsche waren, dominierten deutsche Interessen Maribors Wirtschaft und Verwaltung. Zwischen den beiden Weltkriegen waren vor allem die Textil- und die Metallindustrie vorherrschend, für die Maribor berühmt war. Bis zur Unabhängigkeit Sloweniens 1991 galt Maribor als das industrielle Zentrum Sloweniens. Mit dem Wegfall der Märkte im ehemaligen Jugoslawien nach der Unabhängigkeit geriet Maribor in eine schwere Wirtschaftskrise. Die Stadt und ihre Unternehmen waren gezwungen, sich dem harten Wettbewerb auf den Märkten der Europäischen Union anzupassen, viele Staatsbetriebe gingen Konkurs, und die Stadt war mehrere Jahre durch eine hohe Arbeitslosenrate belastet. Zu einem gewissen Ausmaß hat die Stadt die Krise überwunden, die Zahl der Betriebe nimmt nicht länger ab, sondern es sind neue, moderne und erfolgreiche Unternehmen in Maribor entstanden, die den Puls der Stadt wieder schneller schlagen lassen. 1996 waren 4.554 Unternehmen und 3.783 natürliche und juristische Personen, die Kleinunternehmen und Fachbetriebe innehaben, im Handelsregister eingetragen. Außerdem gibt es im Landkreis Maribor 1.240 Bauernhöfe. Es liegen Pläne für ein neues Handels- und Ausstellungszentrum am rechten Dravaufer vor, das neues Leben und Aktivität in diesen Teil der Stadt bringen wird. Außerdem sind ein neues Logistikzentrum und eine zollfreie Gewerbe-, Industrie- und Freihandelszone und andere Projekte in Planung, die die Wirtschaft stärken und die Stellung Maribors als zweitgrößte Stadt Sloweniens bestätigen werden. Historische Stätten Maribors ursprüngliche Burg stand auf dem Pyramidenberg und wurde erstmals 1164 erwähnt; sie wurde 1784 abgerissen. Die heutige Burg, in der das Regionalmuseum untergebracht ist, wurde zwischen 1478 und 1780 gebaut und danach mehrmals erweitert und renoviert. Zu den ältesten architektonischen Baudenkmälern gehört der Dom St. Johannes der Täufer, der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als schlichte romanische Kirche gebaut wurde. In der Kirche findet man Spuren vieler Kunststile, die im Laufe der Jahrhunderte hinzugefügt wurden. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das alte Judenviertel am Zidovski stolp (“Judenturm”) und die Synagoge, die vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Nach der Vertreibung der Juden aus der Steiermark 1497 wurde die Synagoge mehrmals umgebaut und für verschiedene Zwecke genutzt. Heute will die Stadt Maribor sie sanieren und als wertvolles Baudenkmal erhalten. Zidovski stolp, einer der 1464 erbauten Wehrtürme, steht am südlichen Rand des ehemaligen Judenviertels. Dieser Turm ist durch einen Wehrgang mit dem Vodni stolp (“Wasserturm”) verbunden, in dem heute ein Weinladen ist, wo man die besten Weine der Region kaufen kann. In Lent, dem sanierten Altstadtzentrum entlang der Drava, ist Maribors vermutlich größte Attraktion zu bewundern: eine über 400 Jahre alte Weinrebe, die angeblich die älteste der Welt ist. Ihre Trauben werden jedes Jahr im Herbst feierlich geerntet und zu einigen Flaschen Wein verarbeitet. Der südöstliche Teil der Stadtmauer endet am Sodni stolp (“Gerichtsturm”), der zur Verteidigung diente. In seiner Nähe stehen die Minoritenkirche und das -kloster. |
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Eines der wichtigsten Gebäude ist das 1515 im Renaissancestil erbaute Rathaus oder Rotovz, auf dessen Balkon das Stadtwappen hängt. Vor dem Rathaus steht in Erinnerung an das durch die Pest von 1680-1681 verursachte Leid eine Pestsäule. Die Pest hatte etwa einem Fünftel von Maribors Bevölkerung das Leben gekostet. Die Stadt ist von Wäldern, Feldern und Weinbergen umgeben, und auch mitten in der Stadt gibt es viele kleine Parks. Am schönsten ist der Stadtpark mit seinen Teichen und Schwänen; er ist ein wunderbarer Fleck zur Entspannung. Im Stadtzentrum kann man in vielen Läden und Boutiquen slowenische und ausländische Waren kaufen, und die zahlreichen kleinen Bars und Restaurants laden zum Ausruhen nach dem Einkaufsbummel ein. Veranstaltungen Das Stadtleben wird durch viele Kunstgalerien bereichert, und das Maribor-Theater hat mit sehr erfolgreichen Produktionen zum Ansehen Maribors im In- und Ausland beigetragen. Seit vielen Jahren findet in Maribor jeden Oktober das Borstnik-Festival statt, ein größeres Theatertreffen slowenischer und ausländischer Ensembles. Mehrere über das ganze Jahr verteilte Messen bringen Leben und immer mehr Besucher in die Stadt. Eine der größeren Veranstaltungen ist die jährliche Frühjahrsmesse zu Starkstromtechnik und Wartung, die von zahlreichen Experten und Wissenschaftlern aus aller Welt besucht wird. Auch die Plagkem und die GIB (Graphik, Technik, Büro) sind gut besuchte Ausstellungen. Im Herbst finden zwei größere Tourismusmessen statt, Gäste-Tour und Blumen und Reben. Das Lent-Festival im Sommer und die Skirennen Golden Fox im Winter lassen jedes Mal den Puls der Stadt höher schlagen. Im Januar zieht es ganz Maribor zu den Weltcuprennen der Frauen im Slalom und Riesenslalom. In das Winterstadium, wo sich slowenische Skifans an der Ziellinie versammeln, kommen auch die weltbesten Skifahrerinnen und ihre Anhänger aus aller Welt. Mit seiner einzigartigen Lage am Fuß des Pohorje-Gebirges ist Maribor auch ein beliebter Skirurlaubsort, in dem viele einheimische und ausländische Gäste ihre Winterferien im Schnee verbringen. Um auch den Skisport im Frühling zu ermöglichen, werden die Pisten im Winterstadium mit künstlichem Schnee bedeckt. Besonders attraktiv ist das Skifahren bei Nacht, wenn ein wunderbares Nachtpanorama der Stadt geboten wird. Das Lent-Festival findet jedes Jahr zu Beginn des Sommers statt. Fast einen Monat lang können Besucher von nah und fern in der angenehmen Atmosphäre entlang der Drava Theateraufführungen, Opern, klassische, Jazz- und Popkonzerte sowie viele andere Veranstaltungen besuchen. Diese und viele andere Veranstaltungen, Ausstellungen und Festivals stehen im Zusammenhang mit dem Weinanbau, da in den Hügeln rund um Maribor Qualitätsweißweine produziert werden. Die Diagnose-Klinik Fontana und das Hotel Habakuk in der Nähe des Winterstadiums am Fuß des Pohorje-Gebirges sind die neuesten Angebote für Touristen in Maribor. |
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