English SKOFJA LOKA Obcina Skofja Loka |
|
Die malerische Stadt Skofja Loka, die am Zusammenfluß beider Soraflüsse liegt und von einer beeindruckenden Burg überragt wird, ist ein Zeugnis für die reiche und bewegte Vergangenheit dieses Gebiets. Archäologische Funde in dieser Region belegen eine vorchristliche Besiedlung. Nachdem die kirchliche Verwaltung der slowenischen Länder südlich der Drava 796 unter die Herrschaft des Patriarchats von Aquilea kam, nahmen Missionare ihre Tätigkeit im Gebiet von Skofja Loka auf. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, als die ungarischen Invasionen ein Ende hatten, wurden die ersten Pfarrgemeinden gegründet, darunter auch die Gemeinde Loka. Eine neue Phase der Besiedlung begann 973, als Kaiser Otto II. Loka und sein Umland, also im wesentlichen das Territorium der Pfarrgemeinde Loka, dem Freisinger Bischof Abraham als Lehen gab. Skofja Loka war nicht nur ein Kirchenzentrum, sondern wurde auch zu einem wichtigen Verwaltungszentrum, was den wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritt begünstigte. Die Anfänge der slowenischen Schriftsprache sind eng mit dem Namen von Bischof Abraham verbunden. Sein Buch lateinischer Liturgien enthält auch drei slowenische Texte, nämlich um 980 geschriebene und auf noch älteren Versionen basierende Gebete. Der Bischof sprach diese Gebete auf seinen Besuchen in seinen slowenischen Besitztümern. Diese unter dem Namen Freisinger Denkmäler bekannten Handschriften sind die ältesten erhaltenen Schriften in slowenischer Sprache. Im späten Mittelalter erlebte das Handwerk in Skofja Loka eine Blütezeit. Schmiede, Schuster, Schneider, Kürschner, Weber, Maler, Metzger, Bäcker, Töpfer und Ofensetzer schlossen sich in Zünften und Gilden zusammen. Gleichzeitig entwickelte sich in der Gegend ein lebhafter Handel: Skofja Loka war nicht nur ein mächtiges Handwerkszentrum, sondern auch eine wichtige Station an der Straße zwischen der Küste und den Städten Kärntens und Bayerns, und Händler verkauften die von den einheimischen Handwerkern hergestellten Waren in den Nachbarländern. Im 14. Jahrhundert wurden zum Schutz der Stadt Stadtmauern errichtet. Dennoch erlitten die Einwohner in den Kämpfen um das Erbe Celjes im 15. Jahrhundert großes Leid; auch wurde die Stadt von den Türken bedroht, 1551 von einem Erdbeben und durch mehrere Feuersbrünste schwer beschädigt. Neben der beeindruckenden Burg oberhalb der Stadt - heute ist sie ein Museum und Ort für ständige Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen - legen viele Gebäude in der Stadt Zeugnis ab für tausend Jahre Religiosität sowie kulturelles und künstlerisches Streben der Stadtbevölkerung. Die Pfarrkirche St. Jakob ist wie viele andere Filialkirchen im Umland, ein einzigartiges Baudenkmal der Gotik des 15. Jahrhunderts. Direkt unterhalb der Burg von 1358 stand ein Nonnenkloster des Klarissenordens. Aber unter den Reformen von Joseph II. mußte dieser Orden den Ursulinen weichen, die hier bis zum Zweiten Weltkrieg mehrere Schulen leiteten und damit einen wesentlichen Beitrag zur Bildung der Menschen in und um Skofja Loka leisteten. Seit 1707 gibt es in der Stadt auch ein Kapuzinerkloster. 1721 schrieb der Mönch Romuald Marusic die Skofjelocki pasijon (“Skofja Loka Passion”): Dieser Text für die Karfreitagsprozession ist das älteste erhalten gebliebene Drama in slowenischer Sprache. Das Original ist zusammen mit zahlreichen alten Büchern, einschließlich einiger Frühdrucke, in der Kapuzinerbibliothek aufbewahrt, die eines der wichtigsten Kulturdenkmäler der Stadt ist. |
![]()
kofja Loka verbindet heute auf angenehme Weise eine tausendjährige Tradition mit der Moderne. In letzter Zeit wurde die Textil-, Holz- und Maschinenindustrie beträchtlich ausgebaut, jedoch bewußt am Stadtrand angesiedelt. Dieser Aufschwung hat Skofja Lokas wirtschaftliche Bedeutung innerhalb des Landes erheblich gesteigert. Trotz dieser Entwicklung bietet die Altstadt immer noch das authentische Bild einer tausend Jahre alten Stadt. Bei genauem Hinsehen treffen die Besucher auf zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten, die nach ihrer Restaurierung jetzt wieder in alter Schönheit erstrahlen. Die Besucher werden sich auch an den vielen Kunstwerken in den lokalen Kirchen, der Vielfältigkeit und Unberührtheit der Natur im Umland, dem reichen Kulturleben und nicht zuletzt an der herzlichen und freundlichen Bedienung durch die Einheimischen erfreuen.
|
· Agriculture · Commerce & Services · Culture & Arts · Education · Entertainment ·
· Fisheries · Health · Industries
· News & Media · Public Authorities ·
·
Recreation &
Sports · Shopping ·
Shipping &
Transport · Tourism
·
· Home · Search · About Randburg · What's New · Sign Up! ·
Copyright © randburg.com - All rights reserved.