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ZALEC

Obcina Zalec
Ul. Savinjske cete 5
SI-3310 Zalec
Slovenia

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Das untere Savinjatal und der Landkreis Zalec

Zum Landkreis Zalec gehören das Savinjatal und die umliegenden Hügel. Das Tal ist so flach wie ein Tisch und umsäumt von Hügeln, auf denen kleine weiße Kirchen und Häuser schimmern, wohin das Auge blickt. Die Landschaft ist ebenso pittoresk wie überall in Slowenien, hat aber ihren eigenen besonderen Charakter, der ihr durch den Hopfen verliehen wird. Tausende Hektar von Hopfen bedecken das Tal und drücken ihm so seinen eigenen Stempel auf. Wenn wir von Hopfen sprechen, denken wir an das Savinjatal, und wenn wir vom Savinjatal sprechen, denken wir an Hopfen. Beide sind untrennbar miteinander verbunden; der Hopfen hat dem Tal und seinen Bewohnern seinen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. Diese Verbindung besteht seit mehr als hundert Jahren, seit fast vier Generationen wird hier Hopfen angebaut.

Die Gegend ist auch wegen ihrer Lage an der Straße zwischen Wien und Triest, also zwischen Mitteleuropa und Adria, bekannt. Dieser Standort an einer wichtigen Verkehrsverbindung ist schon seit prähistorischen Zeiten von sehr großer Bedeutung. Hier führte die berühmte “Jade-Straße” entlang, auf der Jade aus dem Baltikum zum Mittelmeer transportiert wurde. Viele Völker wanderten hierher, ließen sich nieder und hinterließen ihre Spuren. Das erste namentlich bekannte Volk waren die Kelten. Sie hinterließen zahlreiche Spuren von Siedlungen und Gräbern. Zu Lebzeiten von Jesus Christus kamen die Römer. Auch sie hinterließen viele Spuren: die schönsten bisher entdeckten Überreste aus römischer Zeit findet man in Sempeter. In der Zeit der Völkerwanderungen zogen germanische Stämme durch das Savinjatal, und hindurchziehende Hunnen und Awaren und hinterließen Zerstörungen. Schließlich ließen sich unsere slowenischen Vorfahren in dem Tal nieder. Bescheiden, hartnäckig und fleißig überlebten wir hier bis zum heutigen Tag. Weder Krieg noch friedliche Übernahme konnten uns erobern. Die Menschen im Savinjatal waren schon immer eine der Säulen der slowenischen Identität. Hier hat die slowenische Nation immer die Stärke gefunden, Widerstand zu leisten, sowohl während der Zeit des nationalen Erwachens, als auch im Kampf um die Nordgrenze, im Zweiten Weltkrieg und im slowenischen Unabhängigkeitskrieg. In diesem letzten Krieg spielte der Landkreis Zalec eine entscheidende Rolle, als seine territorialen Streitkräfte das größte Waffenarsenal der jugoslawischen Armee einnehmen und damit ausreichend Waffen für unsere Soldaten sicherstellen konnten.

Wie schon erwähnt, hat der Hopfen dem Savinjatal und dem gesamten Landkreis im letzten Jahrhundert seinen besonderen Stempel aufgedrückt. Der Hopfenanbau erforderte größere Fachkenntnis und sorgte für bessere Einkommen, was wiederum zu höherem Selbstvertrauen und einem Gefühl der Wichtigkeit bei den Menschen hier führte. Das höhere Einkommen hatte Einfluß auf den Stil des Häuserbaus; viele Bauern der Gegend bauten große, komfortable Häuser. Ihre Häuser waren mit Möbeln eingerichtet, die eher einen städtischen als ländlichen Lebensstil widerspiegelten. Das ganze Tal vermittelte einen Eindruck von Wohlstand, was in anderen Landesteilen Neid und Bewunderung hervorrief. Dazu kam, daß in der Hopfenproduktion Vertragsarbeiter gebraucht wurden, und die Savinjabauern lernen mußten, andere Menschen bei der Arbeit anzuleiten und zu beaufsichtigen.

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Der Hopfen hatte auch noch anderes zur Folge. Aufgrund der häufigen Feuer in den Hopfendarren bildeten sich in fast allen Dörfern freiwillige Feuerwehren. Heute gehören immer noch zehn Prozent der Bevölkerung den Feuerwehren an. Neben den Kultur- und Sportvereinen spielen die Feuerwehren eine wichtige Rolle in der lokalen Organisation und dem gesellschaftlichen Leben.

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Natürlich sind nicht alle Menschen in der Landwirtschaft und im Hopfengeschäft tätig. Die meisten arbeiten in der Industrie, dem Handel und kleinen Herstellungsbetrieben. In unserem Tal haben die Textil- und Keramikindustrie die längste Tradition; kürzlich ist die metallverarbeitende Industrie hinzugekommen. Die Keramikindustrie ist über 200 Jahre alt: Die Keramikfabrik in Liboje ist seit 180 Jahren ohne Unterbrechung in Betrieb und damit das älteste Unternehmen in diesem Tal. Die Textilindustrie besteht ebenfalls seit mehr als hundert Jahren. Zu den wichtigen Metallfabriken gehören Ferralit, in der neben anderen Produkten auch Glocken gegossen werden, die Landmaschinenfabrik SIP SEMPETER und KIV Vransko, eine Firma, die gerade durch die Produktion von Müllverbrennungsanlagen bekannt wird.

Nach 1990 gerieten einige Unternehmen in eine Krise, weil sie noch nicht an die Marktwirtschaft angepaßt waren. Es ist jedoch typisch für das Savinjatal, daß die kleinen Herstellungsbetriebe und Unternehmen hier florieren und daß sich ihre Zahl in den letzten fünf Jahren verdreifachte. Heute hat sich Zalec vor allem zu einem attraktiven Einkaufszentrum entwickelt mit einer Vielfalt an kleinen Geschäften, in denen sich wirklich alles findet. Es gibt auch viele gemütliche Cafés und Bars und es ist ein Vergnügen, einfach über den lebhaften Markt zu schlendern und die Menschen zu beobachten. Deshalb werden auch Menschen aus der weiteren Umgebung und sogar aus größeren Städten wie Celje, Velenje und Trbovlje angelockt.
Milan Dobnik

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